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Aufbruchsstimmung vor digitalen Museumsstücken beim Druckerei-Meetup

Mehr als 40 Verantwortliche aus Druckereien der Region trafen sich am 15. November in Dortmund zum inspirierendem Austausch vor historischen Spiel-Konsolen. Thomas Karcher, Chef der Druckerei Butz & Bürker in Karlsruhe, sprach in seiner Keynote über Momente von Frust und Euphorie auf seinem Weg zur modernen Druckerei.

Spontan sprach Keynote-Speaker Thomas Karcher von der Karlsruher Druckerei Butz & Bürker lieber in freier Rede von seinen Erfahrungen mit der Digitalisierung, statt mithilfe seiner vorbereiteten Präsentation. Davon, wie auf der Drupa 2016 bei ihm der Groschen fiel, dass all die tolle Software allein ihn nicht retten kann, sondern er zunächst die Probleme und Schwachstellen seiner Abläufe klar benennen muss, bevor er eine passende Lösung suchen kann. Wie er mit kleinen Automatisierungen angefangen hat, seine Druckerei effizienter zu machen. Wie er versuchte, alles über Excel zu lösen und dann erkannte, wie gut das MIS Keyline von Zaikio zu seinen Vorstellungen passt. 

Heute sind die Prozesse bei Butz & Bürker weitgehend digitalisiert und der Kundenservice optimiert. Das sei auch dringend nötig gewesen, denn „heute verdient man das Geld über Serviceleistungen, nicht über das Drucken selbst“, erklärte Karcher, und stieß damit auf breite Zustimmung im Publikum.

Mehr Zusammenarbeit wagen

Sebastian Krüger und Thomas Ahlrichs von Zaikio brachten die Situation in der Druckindustrie mit einem Zitat von Altbundespräsident Gustav Heinemann auf den Punkt „Wer nichts verändern will, wird auch das verlieren, was er bewahren möchte“. Die Digitalisierungs-Experten mit reichlich Druckerei-DNA legten den 43 Teilnehmenden einen Wandel ihrer Denkweise ans Herz. Und sie betonten, dass es ohne klare Richtungsentscheidungen nicht gehen wird: „Ja, die Zeit fliegt – aber du sitzt am Steuerknüppel, du bestimmst den Kurs.“

Heute sei mehr Interaktion und Zusammenarbeit gefragt – sowohl zwischen Druckereien als auch mit Kunden, Herstellern und Lieferanten. Die Basis dafür seien ineinandergreifende Prozesse und vernetzte Software und Maschinen. Die Zeit alleinstehender Lösungen und von Datensilos sei endgültig vorüber. 

Was schon geht, was bald kommt

Was in dieser Hinsicht heute schon möglich ist, erläuterte Benjamin Sajovitz von Antalis am Beispiel der Einkaufssoftware Zaikio Procurement: „Die sichere und zuverlässige Übermittlung von Papierbestellungen inklusive der sofortigen Bestätigung von Preisen und Verfügbarkeiten spart unseren Kunden viel Zeit im Vergleich zur Bestellung per Telefon oder E-Mail. So werden Ressourcen frei, die für andere Tätigkeiten sinnvoll genutzt werden können.“

Das kommende Zaikio Mission Control wird die Zusammenarbeit von Menschen, Software und Maschinen dann auf eine ganz neue Ebene heben. Damit sorgen Druckereien dafür, dass relevante Daten von allen am Druckprozess beteiligten Systemen – in ihrem Hause und darüber hinaus – automatisch rechtzeitig an der richtigen Stelle verfügbar werden. 

Zudem visualisiert Mission Control auf dieser Datenbasis den Status aller Aufträge, Arbeitsschritte und Maschinen. So erhalten Druckereien eine ganzheitliche Übersicht ihrer Produktion, sehen umgehend den Status einzelner Aufträge und können Flaschenhälse und andere Probleme in der Produktion leichter identifizieren. Mission Control wird damit zur Zentrale für alle Produkte und Prozesse einer Druckerei.

Starkes Interesse an Digitalisierung

Nach seiner Präsentation war Thomas Karcher ein besonders gefragter Gesprächspartner: „Das starke Interesse an Digital-Themen zeigt deutlich, was die Branche beschäftigt. Im Austausch mit Kollegen wird klar: Die Herausforderungen sind oft ähnlich. Veranstaltungen wie die Meetups von Zaikio und Antalis ermöglichen so allen Teilnehmern ein schnelleres Vorankommen.“

Thematisch passende Location

Als Kulisse des Meetups diente das Binarium, das Deutsche Museum der digitalen Kultur in Dortmund. Im Museum kann das Publikum in die Geschichte der Heimcomputer und Spielekonsolen abtauchen – eine Möglichkeit, die das Meetup-Publikum gern nutzte. Im ehemaligen Verwaltungsgebäude der 1980 stillgelegten Kokerei Hansa angesiedelt, steht das Museum im Industriedenkmal sinnbildlich für den Wandel des Ruhrgebiets zur Wissensregion.

Weitere Meetups für 2023 geplant

Das Herbst-Meetup von Zaikio und Antalis war bereits das zweite Event dieser Reihe nach der Auftaktveranstaltung am 19. Juli in der historischen Benz-Fabrik in Ladenburg (Link zum Bericht). Aufgrund des Erfolgs sind bereits weitere Events in Planung.
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